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55 Kreuzfahrtschiffe in Auftrag

Mehr geht wohl nicht: Ende März 2016 standen weltweit 55 große Kreuzfahrtschiffe in den Auftragsbüchern der Werften. Bis auf Mitsubishi liegen diese Werften in Europa, und die Japaner werden sich demnächst aus dem Traumschiff-Geschäft zurückziehen. Die Mitsubishi Heavy Industries in Nagasaki sollen zuletzt mit dem Bau der "Aidaprima" einen Verlust von 1,5 Milliarden € eingefahren haben - bei einem vereinbarten Festpreis von 910 Millionen €. Aber hallo!

19 der 55 Kreuzfahrer werden auf der Papenburger Meyer-Werft bzw. von ihrer Unternehmenstochter im finnischen Turku gebaut. Bei Auslieferungen bis 2023.

Um ihre Dominanz braucht sich die schon legendäre Meyer-Werft sicherlich nicht zu sorgen. Aber: Konkurrenz tut sich vor ihren Schleusentoren auf: Die malaysische Genting Group will in Deutschland Kreuzfahrtschiffe für den asiatischen Markt zusammenschweißen. Das fernöstliche Kundenpotenzial wird auf aktuell 1 Million Passagiere geschätzt und auf bis zu 8 Millionen in 2030.

Ende 2015 erwarb die Genting Group die Lloyd Werft Bremerhaven AG und kürzlich kündigte sie die Übernahme der drei in russischer Hand befindlichen Nordic-Werften Warnemünde, Wismar und Stralsund an. Am 1. März 2016 fand dazu in Hamburg bereits das Signing statt. Mit dem Closing - nach Abschluss aller behördlichen Prüfungen - ist die Sache rund.

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