Versorgungssicherheit

Noch nie gab es
so viel Öl

Wer sich für Öl als Energieträger entscheiden soll, steht - wie bei jeder anderen Energie auch - vor der Frage, wie es um die Versorgungssicherheit bestellt ist. Populär formuliert, lautet die Antwort: Es könnte nicht besser sein.

Fakt 1: Die weltweiten bestätigten Ölreserven sind in den vergangenen 30 Jahren trotz bislang permanent zunehmenden Verbrauchs gestiegen. Um annähernd 80 %. Sagt BP. 

Fakt 2: Die Welt wird vom Rohöl geradezu überschwemmt - und dieser Status wird anhalten. Sagt die Mehrheit der Experten.


Kein Tag, an dem uns die Medien nicht mit Gründen für diese Prognose konfrontieren:

Die USA, vor gar nicht langer Zeit noch Öl-Importeur, sind inzwischen hundertprozentige Selbstversorger und fallen damit als Kunde der OPEC, insbesondere Saudi-Arabiens, aus. Fracking macht's möglich.

Saudi-Arabien, das die OPEC dirigiert, antwortet auf die - im übrigen keineswegs kurzlaufende Frackingwelle - mit einer überschüssigen Ölförderung und Dumpingpreisen.

Mit der gleichen Politik versuchen die Saudis, den Re-Start des Irans im Ölgeschäft zu erschweren. Verhindern werden sie ihn nicht können. Bevor der Westen unter Führung der USA gegen den nahöstlichen Staat ein Embargo verhängte, pumpten die Iraner täglich 4 1/2 Millionen Barrel aus ihrem Boden. Nach ihrem Verzicht auf den Bau von Atomwaffen und dem Ende des Embargos wird diese Quote ziemlich schnell wieder erreicht und etwas später deutlich erhöht werden.

Unglücklicherweise - oder glücklicherweise? - platzte jetzt auch die Konjunkturblase in China. Der Ölbedarf des Riesenreichs bricht ein. Das "Handelsblatt" kommentierte die Lage mit der Headline Der Riese stolpert.


Das alles könnte man mit Zahlen untermauern. Doch die sind, selbst wenn sie stimmen, eher abstrakt. Wichtig ist der Trend.


Kommen wir zu Deutschland und dem schweren Heizöl. Auch hier befinden wir uns in einer sehr komfortablen Situation. Weil:

Ein klassischer Vorteil ist die lange Lagerfähigkeit von Mineralölen.

In unserem Land besteht eine komplexe Struktur für den Import und die binnenländische Distribution von HS aus Pipelines, See- bzw. Binnenschiffen sowie Kesselzügen.

Für die Lagerung stehen laut Unabhängiger Tanklagerverband an die 70 Läger zur Verfügung. Mit einer Kapazität von rund 11 Millionen Kubikmeter Tankvolumen.


Fazit: Versorgungsengpässe sind äußerst unwahrscheinlich.