Schweröl

Das Problem
ist der Schwefel

Ein Laie würde Schweröl erst einmal nicht als Öl erkennen. Bei normaler Raumtemperatur ist es eine pastöse bis feste schwarze Masse.

Um Schweröl überhaupt pumpfähig machen und halten zu können, muss es auf 50 bis 60 °C erwärmt werden. Und zur Einspritzung in die Zylinder des Schiffsmotors bedarf es einer Öltemperatur von 130 bis 140 °C. Neben der hohen Viskosität sind die hohe Dichte und der hohe Schwefelgehalt typische Merkmale des Schweröls.

Insbesondere der Schwefel steht im Fokus von Öffentlichkeit, Politikern, Behörden und Umweltorganisationen. In bestimmten Gebieten dürfen Schiffsmaschinen seit dem 1.1.2015 nur noch mit Schweröl laufen, dessen Schwefelgehalt auf 0,1 Masseprozent (m.-%) begrenzt ist.*

Dazu noch ein Wort: Der Schwefelgehalt von Schweröl hängt unter anderem vom Schwefelgehalt des raffinierten Rohöls ab. Leider machen sich niedrigschwefelige Rohöle rar. "Brent Crude" aus der Nordsee ist so eins.

Trotzdem: In den gängigen deutschen Bunkerhäfen ist Schweröl mit einem Schwefelgehalt von 0,1 m.-% garantiert vorrätig.


Ein Öl, viele Namen

In der Schifffahrt wird Schweröl unterschiedlich bezeichnet. Als Bunkeröl, Bunker B, Bunker C, RFO (Residual Fuel Oil), IFO (Intermediate Fuel Oil), MFO (Marine Fuel Oil) oder LSFO (Low Sulfur Fuel Oil).